Ein Magnet zieht verschiedene Personen an

Die richtigen Menschen erreichen

Wenn ich mir ansehe, was wa da draußen alles an Tutorials und Webinaren und wasweißichnicht gibt, um den einen, den besten, DEN todsicheren Weg zu verkaufen, wie man möglichst schnell möglichst viel Leute erreicht, dann wird mir ganz übel. Algorithmen austricksen wird dabei als oberstes Gebot gehandelt, auch wenn ich eher das Gefühl habe, dass dabei vielmehr der gesunde Menschenverstand ausgehebelt wird.

Aber wer mit diesem Social Media schnell und easy reich werden will, investiert in all diese erfolgsgarantierenden Anleitungen – bloß um am Ende festzustellen, dass damit nur einer Geld macht: Die Anbieter dieser Kurse.

Worin liegt der wirkliche Wert?

Wie jetzt, online sollte es um Relevanz für die anderen gehen, um intuitive Benutzbarkeit, oder gar das Schaffen von Verbindung? Bis das zu Geld führt, das dauert doch viiiel zu lang. Und einen anderen Wert kann es doch nicht geben!

Kann es nicht? Naja, also Vertrauen kann man nicht einkaufen und das kann einem auch kein bezahlter Influencer als Dritter verschaffen. „Aber Reichtweite!“, hör ich sie jetzt rufen. „Viele, viiiele Follower und vor allem mehr, MEEEHR als die anderen haben!“ – Aber das sind nur tote Zahlen, versuche ich zu erklären, solange diese Follower nicht mit einem interagieren. – Was? Das ist auch zu anstrengend und langwierig? Herrjee…

Aber ich möchte auch nicht wahllos verkaufen und passive Follower sammeln…

Echtes Vertrauen schaffen

Was ich möchte, ist Verbindung zwischen Menschen aufbauen und damit mehr als nur mir selbst weiterhelfen. Dazu suche ich auf digitalem Wege das Gespräch mit den Menschen. Ich teile meine Erfahrungen, stelle Fragen und tausche mich mit anderen über deren Erfahrungen und Fragen aus. Auf diesem Weg bin ich bisher gegangen und den gehe ich auch weiter. So entstehen immer wieder nachhaltige Verbindungen und Projekte, die es sonst nie gegeben hätte.

Dazu kann ich jedem Menschen nur den Rat geben, sich selbst treu zu bleiben und das, was man tut, für andere so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Dazu muss man nicht alles wissen und können. Im Gegenteil. Gerade das Stellen von Fragen kann zu interessanten Gesprächen führen und die richtigen Menschen anziehen, woraus sich dann ganz neue spannende Dinge ergeben, die man nicht voraussehen und schon gar nicht planen kann.

Das Wichtigste dafür ist nicht Reichweite, sondern Aufgeschlossenheit, echtes Interesse, Wertschätzung und Vertrauen. Und das erreicht man nur, wenn man die nötige Zeit und Aufmerksamkeit investiert, um es sich organisch entwickeln zu lassen. Genau deshalb sollte man auch nicht erst mit Kommunikation anfangen, wenn man etwas von den anderen will. Und auch nicht bloß deshalb, weil man später was von ihnen wollen könnte. Hier geht es um Menschen und Gespräche. Nicht um Maschinen, in die man nur was reinwirft, wenn man was rausbekommen will. Es geht um echte Kommunikation, nicht um Werbung.

Mehr dazu in meinem Gespräch mit Dominik Liss

Von gestern? Von wegen!

Was? Das ist alles veraltet und läuft heute nicht mehr so? Wie gesagt, da mache ich andere Erfahrungen. Und ich bin nicht die einzige. Der 29jährige und (bisher) sechsfache Grammygewinner Jacob Collier hat all das wunderbar innerhalb von fünf Minuten in diesem Interview auf den Punkt gebracht.

Grafik: Moondance, Pixabay

Annette Schwindt

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